Armin Schmolinske, Hamburg, hat am 30.10.1975 den damals fast täglich verkehrenden Rübenzug im Bahnhof Kupfer aufgenommen. 023 058-1 und 053 089-9 sind hier auf dem Weg Richtung Heilbronn (- Offenau).
Neben dem vordergründigen großen Zuckerrübenhaufen sieht der Betrachter eine Vielzahl von Details, die damals noch von der „alten Eisenbahn“ übrig waren (Laternen, Masten, Schuppen etc.)
Im Bahnhof Kupfer gab es sogar eine Kreuzweiche, die die Rangierarbeiten vereinfacht hat und eine schnelle Zu- und Abfahrt in beide Richtungen erlaubte.
Im Gegensatz zu heute, wo sich platte Politiker-Phrasen wie „Güter gehören auf die Bahn“ in jeder Sonntagsrede finden, waren damals die Voraussetzungen für eine leistungsfähige Schienenlogistik (noch) da.
Wer heute Schienengüterverkehr betreibt oder betreiben will, der sieht die ehemaligen Möglichkeiten mit sehnsüchtigem Blick - und hat heute keine Chance, Güter zwischen Heilbronn und Hessental auf die Schiene zu bringen. Der Grund dafür sind nicht die fehlenden Güterverkehrsstellen der DB Railion Deutschland AG, sondern fehlende Nebengleise, Kopf- und Seitenrampen und Ladeflächen. Damit können auch private Eisenbahnen keine Logistikleistungen in der Fläche anbieten. Nur noch Kombiverkehre mit Vor- und Nachlauf auf der Straße